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Alex

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Blog Entries posted by Alex

  1. Alex
    So, heute ist der Tag, an dem derDemers- Katheter gelegt wird, bzw. wurde.
    Essen durfte ich nichts, trinken nur wenig... Also kein Frühstück, aber ok... War mir die Tage davor eigentlich soweit "alles egal" und "angstfrei" war ich am Sonntag Abend so blöd, und habe mal bei Google nach dem Kathteter und dem Eingriff gesucht. Die fachlichen Seiten sprachen meistens von Vollnarkose, nur wenige von örtlicher Betäubung. Dann kam ich zu einigen Foren, dort waren dann mal wieder einige Beiträge, was so alles schlimme passiert ist.. Hätte ich das mit dem googlen mal lieber gelassen, denn jetzt hatte ich mehr Angst wie vorher.
    Zum Glück ging morgens alles recht pünktlich los - 8:30 Uhr - Transport im Bett - leider wieder in einem dieser schicken "KH-Hemdcen, die ich ja noch zur genüge von der Intesnivstation kenne - MÄÄÄHHH... Aber ok) in eine Art OP-Saal... Auch mit so einem drehbaren OP-Tisch und RIESEN-Monitoren (an denen ich gerne lieber eine Playstation oder X-Box angeschlossen hätte, aber da hing ein Ultraschall dran. Am schlimmsten war die Warterei, denn irgendwann will man einfach, das es losgeht und man es hinter sich hat.
    Zuerst hat der legen des Zugangs nicht geklappt... 4 Versuche... Wow... Irgendwann kam der Oberarzt und ein Dame, der er vor, während und nach der OP alles erklärt hat... Vermutlich eine angehende Ärztin, war aber auch für mich recht interessant (zumindest das, was ich davon verstanden habe)..Dann wurde alles steril gemacht und mit Folie abgedeckt.. Geräte, die Menschen und zum Schuss auch ich... Es kam ein Tuch - auch über mein Gesicht... Jetzt sah ich also nichts mehr, jedoch sprach der Arzt mit mir und sagte, was ansteht. Zuerst wurden Ultraschalls gemacht, hier war wohl alles gut und nichts sollte dem Eingriff entgegen stehen... Dann gab es zwei Spritzen, um die örtliche Betäubung einzuleiten. "Sie werden gleich nichts mehr spüren, falls doch, melden Sie sich bitte sofort". "Oh nein!", dachte ich - kamen doch so manche Horrorgeschichten aus Google wieder hoch und sagte: "Bitte spritzen Sie lieber mehr". Der Arzt meinte jeddoch, er habe bereits eine "ordentliche" Menge gespritzt. Ok, nun ging es los... Zuerst wurden irgendwelche Gefässe erweitert, dann kamen zwei Schnitte, dann wurde der Demers-Katheter gelegt und an die Gefässe angeschlossen - anschliessend wieder vernäht. Ich war dabei hellwach, wurde also nicht schlafen gelegt und was soll ich sagen: Nach 20 Minuten war alles erledigt. Schmerzen? NEIN!
    Bei der Gefässdehnung hat es sich etwa so angefühlt, wie wenn euch jemand etwas fester auf den Hals drückt... Spürbar, aber definitiv nicht schmerzhaft.
    Auch nach der OP fühlte ich einen leichten Druck, aber auch hier: Keine Schmerzen.. Nach der OP musste ich zwei Stunden einen Sandsack auf dieser Stelle liegen lassen, um eventuelle Nachblutungen zu verhindern.. Es gab jedoch keine. Dann folgte dad Kontrollröntgen.
    Leider habe ich auf Dtation keinen Arzt mehr gesehen, obwohl ich öfter die Schwestern angesprochen habe, somit sind mir die Ergebniss des Röntengs unbekannt (auch wenn die Kommentare des Personals beim Röntgen tendenziell eher gut klangen). Eigentlich war für den heutigen Tag noch eine Dialyse geplant - sie waren ja immer Mo, Mi und Fr, bis auf eine Ausnahme. Plötzlich kam das Pflegepersonal: "Dialyse ist abgesagt"... Eh, aha..."Waum?". Erneut und wiederholt fragte ich nach einem Arzt, auch hier kan nur: Ja, die Ärztin sagte, die ist morgen... Na toll... Mein Terminplan für Dienstag ist knackevoll, nach 3 Wochen Krankenhaus hat sich einiges angesammelt und ausserdem hatte ich bereits mit meinem Ambulanten Nephrologen eine Dialyse am Mittwoch nesprochen... an 2 Tagen hintereinander muss nicht sein... Ergo war ich drauf und dran die Dialyse zu canceln, vor allem als die Pflege sagte, dass die Ärzte sagte, meine Tage seinen Dienstag, Donnerstag, Samstag... Ausserdem würde sie jetzt heimgehen... Danke fürs Gespräch...👇🤔
    Naja, also: Keine Dialyse, der Verband wurde nicht gewechselt, die Wunde hat auch keinen Interessiert und das Abendessen war auch irgendwie falsch bestellt... Grund genug, mit etwas Ärger im Bauch noch etwas spazieren zu gehen.
    Die Abendschicht der 5D, der ich mein Leid etwas geklagt hatte (und eigentlich bin ich ein friedlicher Patient, der auch so gut wie nie klingelt), hat die Situation geklärt. Dialyse morgen um 7, nur zwei Stunden, primär um zu prüfen, ob der Katheter funktioniert und ihn noch richtig zu verbinden. Ok, das ist ein Deal !
    Unter dem Strich war es viel Rauch um nichts...Solltet ihr also per Suchbegriff hier her gekommen sein, macht euch keinen Kopf wegen des Eingriffs. Wenn ihr zu den Ärzten ein gutes Verhältnis habe und euch dabei gut fühlt, sollte das bei euch auch passen.. Ich würde mich für so einen kleinen Eingriff auch wieder gegen eine Vollnarkose entscheiden, dafür ging es einfach zu schnell und schmerzfrei zur Sache... Und ich konnte auch nach dem Eingriff sofort wieder rumlaufen...
    Als die Betäubung nach lies, war weiterhin ein leichter Druck spürbar...Ist halt ein Fremdkörper... Auch hier keinerlei "Schmerzen", obwohl ich keine weiteren Schmerzmittel bekommen habe.
    So, ok, das wäre geschafft - der nächste Punkt auf der Liste abgehakt....
  2. Alex
    Judgment Day - der Tag des jüngsten Gerichts... Ja... Den Sci-Fiction-Fans da draussen wird der Begriff etwas bedeuten, so sollte das Ergebnis doch Einfluss auf mein, zumindest vorerst, weiteres Leben haben.
    Am Montag wurde das Urin von der Frühschicht ins Labor geschickt...Danach hies es. Warten.
    Am fr+hen Vormittag besuchte mich ein Rudel Ärzte - was die wollten, war klar.
    Ok... Butter bei die Fische: Die Niere hat, vereinfacht gesagt, zwei Funktionen...Einml die Entwässerung und einmal die Entgiftung.
    STand zu dem Zeitpunkt
    The Good: Entwässerung ist sehr gut, praktisch niucht beeinträchtigt... 
    The Bad: Die Giftwerte steigen "langsam" wieder an.
    Weiteres viorgehen; Man lässt die Dialyse ausfallen und beobachtet den Wert weiter.
    Nach 2 Tagen zeigte sich leider, dass der Wert weiter anstieg - zwar langsam und in dem Zustand eher unkritisch, aber eben generell in die flasche Richtung.
    Da man schlussendlich aber immernoch nicht endgültig sagen kann, wo die Reise hingeht, wird die Dialyse wieder angesetzt...
    Allerdings hat man mich auch hier mal auf andere Tage verschoben... Vermutlich, weil es bei mir doch nicht ganz soooo schlimm ist...Denn bei anderen endet das wohl in einer Katastrophe.
    Mein grosses Glück ist laut den Ärzten wohl die funktionierende Ausscheidung.. Hier ist wohl der Zeitraum wichtiger.... Bei diesen "Giftwerten" entwickelt sich das ganze wohl langsamer, zudem arbeitet die Niere ja noch...ein bisschen... aber eben Stand heute nicht genug... Die Frage, warum jeder 3 Mal die Woche die gleiche Zeit an der Dialyse hängt, hatte ich zwar gestellt, aber noch keine für mich verständlihe Antwort erhalten... Das habe ich jetzt verschoben, bis ich ambulant unterwegs bin. Hier im KH ist es eigentlich eh egal... Spannend wird das erst in der freien Wildbahn wieder.
    Was mir vorgestellt wurde waren verschiedene Dialysearten, die PD und die HD, die jeweils auch wieder verschieden Varianten haben. Sehr interessant.
    Irgendwie lustig war, dass jeder "seine Dialyseform" als die bessere hinstellt (einer sagte sogar offen, er sei parteiisch, da er eben bei der HD arbeitet - naja, wenigstens ehrlich 🙂 )
    So wirklich entscheiden konnte ich mich nicht... Denn alles hat gravierende Impacts auf den Alltag und beide Vor- und Nachteile, zudem Stand immern noch die Frage im Raum, wie es langfristig weiter geht. 
    Um mich nicht zu einer schnellen Entscheidung zu zwingen, der Shelton-Katheter jedoch schon über 10 Tage angelegt war (und dieser wohl wegen des Infektionrisikos nicht länger liegen sollte) kamen die Ärzte der 5D zu der Idee, einen Demesss-Katheder zu legen... Der ist zwar auch - sozusagen - temporär, hat aber weniger Infektionsrisiken...
    Wemm keine Probleme entstehen, kann dieser aiuch 2 Jahre genutzt werden. Nachteil: Er wird unter Vollnarkose oder örtlicher betäubung verlegt.... Hmmm... Bei mir ist es die örtlich Betäubung.
    Als der Shelton angelegt wurde, war ich im Koma.... Da weiss ich von nivhts mehr.... Das ziehen jedoch war easy. Es gibt - wie so oft - horrorgeschichten im Netz.
    Bei mir wurden die Fäden gelöst, ih sollte tief einatmen und... Eh... Schon draussen? - "Ja", agte die Schwester... Das ganze, also das ziehen des Shelton-Katheders, pssierte bei mir im Krankenhauszimmer, zwar mit viel Desinfektionszeug und Mundschutz, aber ohne irgendwelche betäubungen. Und weh hat garnichts getan... Ich hbe in der Tat GARNICHTS gespürt.
    So, nun steht morgen der Eingriff zum alegen des XXX-Kathederts an... Örtliche Beäubung... Im Internet findet man von "Habe ganrix gepürt", über "ein bisschen unangenehm" bis hin "Ich hab den ganzen Raum zusammengeschieen weil die Betäubun nachlies" eigentlich alles gelesen... Warum googlet man sowas eigentlich?"
    Naja, die Docs hier meinten, dass das recht easy sei, in 20 Minuten erledigt sein, mit dem organisatorischen drumherum so ca. 1 Stunde.
    Naja, man wird sehen und ich werde berichten... Und jetzt sind wir auch im hier und jezt und ich kann den Blog endlich als Tagebuch nutzen... Den dieser Artikel ist vom 16.2.2020 und heute ist auch der 16.2.2020... Zu diesem Zeitpunkt ist der Eingriff also tatsächlich morgen-
    Drückt mir die Daumen...
  3. Alex
    Nach wie vor war ich auf der Abteilung 4G - hatte mich da auch schon breit gemacht. Nachdem ich ja auf Intensivstation bettlägrig war und davor rund 6 Wochen auch schon daheim schlecht laufen konnte (in der WOhnung kein Problem, kurze Strecken gingen aber das Treppenhaus war ein RIESEN Problem), ging das plötzlich wieder (fast) einwandfrei. Das Wasser wurde komplett gezogen, als ich im Koma lag.. Tat gut... Wieder frei bewegen.
    Unklar zu diesem Zeitpunkt: Wie entwickeln sich die Nierenwerte... So, und nach dem hier jetzt vielleicht einige hoffen meine Werte hier zu finden, um zu wissen: Wann geht eine Dialyse los, verrate ich sie euch nicht 🙂 - nicht aus gehässigkeit, aber ich habe mich letztes Jahr selber oft Googlen sehen, eben nach genau solchen Stichworten. Man findet bewust keine exakten Werte, da jeder Mensch anders anders ist,,, Ausserdem habe ich viele Werte gesehen. Kreatin, Kreatin-Clearness, Harnsäure, Kalium, Phosphat, etc. Mit all diesen Werten werdet ihr bei Nephrologen konfrontiert... Und wieder fragt man sich.. Ja und, was heisst das jetzt, wie lange dauert es noch, etc.
    Mein Nephrologe wollte die Dialyse so lange wie möglich vermeiden, auch wenn das Schwert schon über mir hing... Letztendlich kommt es aber auch auf diverse Symptone an, die eine zu schwache so mit sich bringt... Diese Vorgehensweise wurde mir auch hier im Krankenhaus bestätigt. Die Blutwerte sind sicherlich nicht egal und zu vernachlässigen, aber eben auch nicht alleine der Entscheidungsgrund und bei jedem anders.
    Nach ein paar shönen, aber wenigen Tagen (alle waren nett, das Essen ok, die Räumlichkeiten bombastisch) hier es plötzlich am Wochenende um. "Was, schon wieder?" sagte ich, denn die Irrfahrt durch sämtliche Intensiv- und Überwachungsstationen war schon leicht nervig,,, Iregndwie bin ich dann doch der Mensch, der auch mal gerne an einem Ort bleibt. Ausserdem war es schön hier und man wurde gut betreut. Die Ärztin meinte auch, sie "sei nicht glücklich mit der ENtscheidung und hätte nachgegeben". Wie ich erfuhr, war die Abteilung primät für Gastro, also auch Diabetes... Da mit unklar war, wieso ich verlegt werden sollte und am Wochenende nicht viele Ärzte da sind, haben wir das dann erst Mal bis Montag geblockt. Am Montag wurde dann gesagt, dass die neue Abteilung, eben die 5D, die Nierenabteilung sei und dieses "Problem" Vorang vor dem Diabetes hätte... Etwas verunsichert dachte ich: Irgendwie haben beide recht.
    Ein behandelter Arzt meinte auch, dass diese "Patienten schieben" eine interne, politische Geschichte sein, die ich als Patient nicht verstehen muss - ich würde aber so oder so auf beiden Abtelingen gut betreut. Letztendlich kam ich dann doch auf Abteilung 5D. In der Tat iszs hier auch schön. Tolle Zimmer, eine super Aussicht und extrem nettes Personal... Mir ist eigentlich weder eine chwester oder ein Arzt bekannt, der mir nicht irgendwann .  - wieso auch immer - auf die Nerven ging... Ne, alles super hier. Aber der Abschuss ist das Essen. Im RBK gibt es mehrere Küchen, und das Wahlleistungsessen auf 5D kommt von einer Gatroküche. Die Essen sind zwar aus einer Speisekarte und immer die gleichen, aber schmecken wie im Restaurant - ist also wie jeden Tag essen gehen 🙂 Und serviert wird das ganze vom Servicepersonal in Schwarz-Weiss - also im Kellner-Dress... Ich konnte es nicht bleiben lassen, das Essen sogar im Foddblog zu erwähnen und dort Bilder einzustellen... Das hat bisher noch kein Krankenhausessen geschafft - aber seht selbst :):
     
    __________
    Gesundheitlich ging es immer weiter Berg aufwärts... Ich war wieder fit, hatte viel Bewegungsdrang (ja, das laufen hat die letzten Monate echt gefehlt... Es fühlte sich so gut an, dass das alles wieder problemlos klappt!) Es gab hier und da noch Medikationen, 3x Mal die Woche Dialyse a 4 Stunden... Dann stellten die Docs fest, dass alle Blutwerte wieder gut sind, Blutdruck ist im Lot, Zucker auch...
    Nun wolle man die DIalyse aussetzen und ein Sammelurin machen... hier kann erkannt werden, wie es um die Nierenfunktion steht - diese Information zieht das Labor aus dem Urin, das vorher 24 Stunden lang gesammelt wurde. Hm... Mal sehen... Die Ausscheidung, also die Urinmenge, war eigentlich immer recht gut, das haben auch die Ärzte gesagt - und zwar alle (was immer ein gutes Zeichen ist, wenn alle das gleiche sagen 🙂 )...Ein Grund, warum bei mir während der Dialyse kein Wasser mehr gezogen wurde... Mein Gott, ich wog noch 83 Kilo mei 1,92 m... Ich weiss nicht, wann ich das jemls hatte..vor 30 Jahren ? Sonst lag ich immer so zwischen 90-95, alsich ins RBK kam waren es noch 101 - dank des Wassers im Körper... Und als die Problematik begann, waren es über 110...Auch dank dem Wasser...
    Ok, somit begann die Warterei auf die Laborergbnisse...
  4. Alex
    ....naja, ein harter Titel, aber so war es... Die Nierenwerte waren schon länger problematisch und als ich aus der Hypo aufwachte kamen - neben kleineren (Infusions-) Schläuchen auch zwei dickere herraus (Shelton-Katheter). Da erfuhr ich, dass ich seit Montag an der Dislyse hänge, da die Nieren auf Grund des Zuckerschocks / Hypo ihren Arbeit eingestellt hatten.
    Aber wir waren ja wo anders stehen geblieben, nämlich beim Wechsel auf die Normalstation.
    Abteilung 4G - Wow... Die Zimmer sehen aus wie im Landgasthof im Allgäu - Holzmöbel, tolle Aussicht, mit Holz verzierte Decken, etc.
    Ich war mir sicher, ein Bild gemacht zu haben, aber... wohl verdrückt, auf dem Handy habe ich keins mehr gefunden.
    Naja, jedenfalls kümmert sich die Abteilung primär um die DIabetes-Einstellung. Angenehm war, dass diese mal anders an die EInstellung rangegangen sind. Nicht alles über den Haufen geworfen, sondern einfach etwas reduzierte InsulinEinheiten ausprobiert.... Deshalb ging es diesmal auch schneller, bis die Werte wieder gut waren - da sie eben NICHT "bei 9" anfangen.'
    UND...und das rechne ich dem Robert-Bosch-Krankenhaus hoch an - ist es das erste Krankenhaus, dass mich NICHT auf Diabetikerkost setzt.
    Nichts dagegen, wenn sie das bei Leuten mit Typ 2 haben (auch da ists nicht unbedingt nötig, aber sinnvoller), aber bei Typ 1 ? Ok, wenn die Leute selber diese wollen, weil sie fixe KE (BE) brauchen, nicht rechnen können oder warum auch immer, ok.... Aber dieses aufzwingen fand ich immer schlimm? Warum? Weil es ambulant mehr Arbeit macht.
    Die Werte können im KRankenhaus noch so gut sein - klar, jeden Tag um die gleiche Uhrzeit die gleichen Broteinheiten und Schonkost... Und was macht man, wenn man 2 Wochen unfreiwillig auf Diät gesetzt wurde? RICHTIG: Erstmal ordentlich essen ! Und zwar keine Diabetikerkost. Und schon sind die durch das Krankenhaus simulierten Standardwerte Schall und Rauch 🙂
    Nein, hier machen sie das besser und deutlich realistischer. Ausserdem habe ich auf die alten Tage auch noch etwas dazu gelernt - und das Essen ist auch sehr lecker,,,, Wohl der erste Krankenhausaufenthalt, wo ich nicht ausgehungert in den ersten Curryurst-Laden renne 🤣 Eine kleine Änderungs gabs aber... Wir versuchen es (mal wieder) mit ICT.
    Auch wenn die alten Versuche scheiterten und ich mein "spezielles Schema" hatte. Auch hier: Alles wurde besprochen und nichts erzwungen. Sehr anhenehm, so macht das auch mehr "Spass".
    Aber dazu in einem kommenden Artikel mehr...Immerhin steht im Blogeintrags-Titel Dialyse. dann muss das Thema auch angesprochen werden.
    Die Dialyse wurde, auch nach dem ich auf Normalstation war, fortgeführt... DIe Nierenwerte wurden zwar besser, aber immer noch nicht ganz aussreichend.
    Dialyse wurde 3 Mal die WOche eingeplant - jeweils Montags, Mittwochs und Freitags 4 Stunden + die Organsisation (Transport im Bett dahin (laufen ging zu dem Zeitpunkt noch etwas schlecht), Wartezeit auf den Platz und Personal... Alles ok - man ist ja eh im Krankenhaus.
    Etwas komisch war das schon... Ein grosser Raum mit vielen Menschen in Betten, die entweder schlafen, TV schauen, mit dem Handy spielen oder quatschen.
    Hm, dann ging es auch schon los... Das Personal wirkte sehr nett und kompetent, Fragen wurden schnell und kompetent beantwortet.... Jedoch fallen einem die wichtigsten Fragen natürlich erst später ein. Man merkt, dass das Personal hier eher so eingestellt ist, aus "der Situation das Beste zu machen", wirkt Grossteils recht fröhlich, auch die Menschen, die sich neben mir unterhalten haben wirkten so, als ob die sich spontan einfach getroffen haben - alte Bekannte...
    ETwas irritiert war ich auch, dass ich die Floskel "Gute Dialyse" öfter hörte - das hat man auch zu mir gesagt... Hä?
    Die Schwester erklärte mir dann, dass man "das so sagt"... Es ist dort wohl so eine Grussform wie Weismansheil Heil und Hals und Beinbruch.

    Ich war immer noch etwas mit der Situation überfordert. - war das "mein neues Leben" ? 
  5. Alex
    Längere Pause 😞 Eigentlich wollte euch hier nach und nach erzählen, wie sich meine Diabetes-Geschichte so entwickelt hat - von vorne bis hinten.
    Doch es kam anders aks gedacht, weshalb sich der Blog erst Mal mit dem Hier und jetzt und der Zukunft beschäftigt.
    Nachdem ich jetzt 2019 Ruhe vor Hypos hatte (welche mich 2017 / 2018 ein paar Mal ins Krankenhaus brachten), war es am 26.1.2020 mal wieder so weit. Ich war eh seit ca. 6 Wochen daheim, da ich im Körper Wasser eingelagert hatte und das wieder raus musste... Das dauert, haben die Docs gesagt... Und nach und nach verlor ich auch Gewicht, aber laufen, vor allem Treppen, war sehr sehr schwer und eingeschränkt. Auch hatte ich seit Dezember einen Nephrologen... Das sind die Docs, die sich speziell um die Niere kümmern, denn bei einem Krankenhausaufenthalt in 2018 (wo der Zucker mal keine Schuld hatte (also keine Hypo), sondern das besagte Wasser) wurde, mal wieder, die schwache Nierenfunktion bemängelt.)
    Aber kommen wir zurück zum 26.1.2020...Irgendwie ging es mir nicht gut und ich dachte: Schläfst du eine Runde...
    Das ist das letzt Bild, dass ich von diesem Tag - als ich INS Bett ging. Da ich nicht mehr auf Telefonanrufe reagiert habe, hat sich mein Vater ein paar Stunden später in meine Wohnung aufgemacht, denn dass ich längere weder auf dem Festnetz, noch auf Handyanrufe reagier ist in der Tat unüblich. Dort fand er mich Erzählungen nach auf dem Fussboden im Schlafzimmer - wie ich da hin kam ist mir schleierhaft.
    Machen wir einen Zeitsprung, denn Mittlerweile ist Mittwoch#, der 29.1.2020. Ich wache auf... aber irgendwie... schwummerig...und wo bin ich? Und er wer sie die Meschen... ? Träum ich..? Was für ein böder Traum.... Schnell weiterschlafen - das waren die ersten Gedanken... Leicht gefehlt, denn "die Menschen" wollte mich nicht schlafen lassen.
    Sätze wie "Ach, sie sind wach?" "Wissen Sie, welchen Tag wir haben", "Wissen Sie, wo sie sind?"....Nachdem ich lange dachte: "Hä? Was wollen die?" sagte ich: Naja, Sonntag... Jedoch kam dann schnell die Antwort: "Wir haben Mittwoch und sie liegen auf der Intensivstation im Robert-Bosch-Krankenhaus". "Oh no, nicht wieder eine Hyp" dachte ich.
    In der kommende Zeit erfuhr ich dann, dass ich eben bewusstlos zu Hause aufgefunden wurde mit einem Blutzuckerwert von 28,. nachdem die Rettungsärzte eine Stunde lang (erfolglos) versucht hatten, mich zu wecken und auch einige Vitalwerte kritisch waren, haben sie mich ins künstliche Koma versetzt und ins Krankenhaus gebracht.
    Wie schon oben steht, bin ich nicht das erste Mal deshalb im Krankenhaus gewesen, jedoch waren noch nie soviele Kabel an mir wie dort... An beiden Armen mehrere Venenzugänge und auch 6 Kabel aus dem Hals... Hmmm....
    Nunja, ich wurde wohl künstlich beatmet ud per Magensonde ernährt... Das kannte ich bislang nicht...Bisher hat man Glukose in die Vene geschossen und ich war nach kurzer Zeit, teils auch schon daheim, wieder ansprechbar.

    Nach weiteren zwei 3agen auf der Intensivstation (leider war ich spätestens am Donnerstag wieder so fit, dass ich nicht mehr schlafen jonnte, da ich ja ein paar Tage geschlafen hatt... Also mit klarem Kopf auf Intensivstation ist...hart. (Dafür war immer etwas los, der russische Mitbürger mir gegenüber hat die ganze Nacht russische Schimpfworte in den Raum geworfen und hat regelmässig seine Kabel aus den Infusionen gerupfr, was regelmässig das Monitoring pfeifen lies und die - nach und nach erboste - Krankenschwester in den Raum beschwörte.
    Am Freitag ging es dann auf die Normalstation..Zum Glück... Was da so los war, schreibe ich im nächsten Beitrag 🙂
  6. Alex
    Hallo,
    ich bin Alex und einer der Administratoren von DiabetesTalk.de. Hier möchte ich euch euch etwas über mich und mein Leben mit Diabetes erzählen.
    Zu meiner Person: Ich bin 1973 geboren - wann genau man Diabetes bei mir entdeckt hat, weiss ich nicht mehr, es war Mitte / Ende der 90-er-Jahre.
    Ichh bin in Vollzeit in der IT als Administrator tätig und habe viele Jahre - auch mit Diabetes - in der Wechselschicht gearbeitet, obwohl die Ärzte das nicht gerne gesehen haben.
    Mittlerweile Schichte ich nicht mehr und ich muss zugeben, dass sich dies gut auf den Blutzucker und dessen Verlauf ausgewirkt hat.
    Auffällig war bei mir ein erhöhtes Durstgefühl (natürlich habe ich damals gezuckerte Limonade getrunken). Dies ist damals meiner Mutter aufgefallen - da sie auch Diabetes und viel Erkrankung hatte, war natürlich auch ein Blutzuckermessgerät nicht weit und die Werte waren entsprechend bei ~300. Nach einem Besuch beim Diabetologen wurde ich zuerst versucht, per Tablette eingestellt zu werden. Und wie es im Leben so ist habe ich es danach etwas schleifen lassen - hat ja nichts weh getan - was mir dann Anfang der 2000-er Jahre einen Besuch auf der Intensivstation im Krankenhaus einbrachte - mit Blutzuckerwerten um die 800 - ab da wurde ich dann auf Insulin mit ICT-Therapie umgestellt. Als Bolusinsulin kam von Anfang an NovoRapid zum Einsatz, die Basalinsuline haben sich im Lauf der Zeit geändert, dazu werde ich jedoch noch ein extra Blogartikel schreiben.
    Die Umstellung auf Süssigkeiten zu verzichten, viel mir nicht schwer - war ich doch schon immer der Mensch, der lieber salzig gegessen hat. Aber auch hier kam dann die Berechnung der Kohlenhydrate hinzu, also den sogenannten Broteinheiten. Von Vorteil für mich war sicher, dass Dinge wie Fleisch und Wurst nicht angerechnet werden müssen (ausser diese erhalten - warum auch immer - eine Zuckerquelle), trotzdem wurde meine erste Euphorie, mich künftig nur noch damit zu ernähren, schnell von den Ärzten ernüchtert.... Cholesterinspiegel und ausgewogene Ernährung und so 🙂
    Trotzdem kann man die Krankheit recht gut in den Griff bekommen und mit ihr Leben... Und einiges werde ich euch hier und im Forum (be)schreiben und hoffe und freue mich auch über Menungen, Beiträgen und Kommentare von anderen Menschen 🙂 Also nur zu ... 🙂
    Viele Grüße aus Stuttgart,Alex

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